Kinderzimmerumgestaltung – vom Kleinkindzimmer zum stylischen Mädchenzimmer

Hallo ihr Lieben, wer kennt das nicht Weihnachten steht vor der Tür und die lieben Kleinen haben eigentlich schon alles. Da kam mir die Idee das Zimmer als Weihnachtsgeschenk umzugestalten.

Früher sah das Ganze dann so aus:
Der Schreibtisch in der Ecke verstaut
Das Bett im Zentrum des Zimmers
An der Wand solche Wandsticker.

Hauptproblem beim “alten” Zimmer war, dass das Hochbett mit Rutsche das ganze Zimmer für sich vereinnahmt hat. Es füllte die ganze Länge und wegen der Rutsche auch die Breite aus. Somit war zum Spielen nur noch ein kleiner Fleck frei. Genau dies wollte ich ändern und im Zentrum des Zimmers einen grossen Freiraum zum Spielen und Toben schaffen. Hinzu kommt, dass die Wände nach 4 Jahren in dieser Wohnung ziemlich “beansprucht” aussahen. Weil halt die Wandsticker abgerissen wurden von der Kleinen und eigene Zeichnungen wild verstreut mit Klebeband an der Wand angebracht wurden und auch das Ein oder Andere Spielzeug Spuren hinterlassen hat. Darum haben wir uns dazu entschlossen zuerst das ganze Zimmer neu weiss zu streichen.
Nun werde ich euch die einzelnen Umbauetappen etwas näher bringen.

Planung
 
Das Warum hab ich euch nun schon etwas näher gebracht, nun möchte ich zum Wie weitergehen.
Zuerst hab ich mal eine Bestandsaufnahme vorgenommen. Im Zimmer standen: 1 weisser 3-Türiger-Kleiderschrank mit Hello Kitty-Aufklebern; ein Schreibtisch; ein Bastelwägelchen; ein Hochbett mit Rutsche; ein Kinderstuhl, eine kleine weisse Kommode und natürlich viel Kleinkram für Kinder.
Danach habe ich das Zimmer komplett ausgemessen sowie auch die jeweiligen Möbel. Um das Ganze wirkungsvoll zu planen habe ich von Hand einen Zimmerplan mit sämtlichen Massengezeichnet (geht natürlich auch online). Schnell wurde mir klar, ein neuer Schrank muss her, nicht nur dass dieser Schrank noch aus meinen Teenietagen stammt, sondern er ist gross ohne viel Stauraum zu bieten. Da ich ein absoluter PAX-Fan bin, wusste ich wo ich den passenden Schrank finden werde. Zudem war mir klar, dass der Standpunkt des Bettes verändert werden muss, da ansonsten wiederum kein Platz zum Spielen geschaffen wird. Das Bett passte hinter die Türe, der Schrank kommt dorthin wo der Schreibtisch stand und dieser wiederum kommt direkt vor’s Fenster, damit auch viel Tageslicht zum Arbeiten vorhanden ist.
Nun wünschte sich die kleine eine violette Wandfarbe. Ich fand dies etwas langweilig und habe mir überlegt, dass es sicherlich gut kommt, wenn wir einen helleren und einen dunkleren Farbton wählen und dann noch eine Bordüre als Übergang nutzen.
Der Plan stand. Als nächsten Schritt erstellte ich mir den gewünschten PAX online zusammen, damit ich in meinem Einrichtungshaus nicht lange suchen muss. Die Wandfarben liess ich vor Ort mischen bei Hornbach und eine passende Bordüre war schnell gefunden.
1. Etappe: 4 weisse Wände
Damit das Zimmer wieder wie neu aussieht mussten zuerst alle Wände 2x neu weiss gestrichen werden. Dazu wurde zuerst alles abmontiert und sämtliche Nägel usw. entfernt und natürlich auch der alte Schrank abgebaut sowie weitere Möbelstücke usw. aus dem Zimmer entfernt.  Für das Ausräumen brauchten wir gut einen Nachmittag und taten dies am Tag 1.
In einem 2. Schritt wurden alle kaputten Tapetenstellen und Löcher mit Spachtelmasse verschlossen (man könnte natürlich auch die Tapete stückweise austauschen, aber da es mehr um kleine Löchlein ging reichte mir die Spachtelmasse). Als 3. haben wir alles feinsäuberlich mit Malerklebeband und Schutzfolie abgeklebt, also die Bodenleisten und den Boden sowie die Decke, Fenstersimse und -rahmen. Nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist und alles abgedeckt wurde kann es los gehen. Die Wanddispersion mit ca. 5-10 % Wasser verdünnen um das Auftragen zu erleichtern und ein gleichmässigeres Ergebnis zu erhalten. Dann haben wir uns aufgeteilt, mit einem speziellen Eckenpinsel habe ich die Ecken und die Übergänge sowie Ausschnitte von Steckdosen usw. vorgemalt und mein Helfer nachher mit der Farbrolle die Farbe vollständig aufgetragen. Nach der ersten Schicht die Farbe mind. 3-4 h trocknen lassen und dann nochmals drüber malen.
Abkleben muss sein.
Für den Grundanstrich muss man einen Tag mit Unterbrüchen einrechnen. Nun lassen wir das Ganze bis morgen trocknen, Tag 2 des Umbau’s ist vorbei.
Ein Becken hilft ungemein.
2. Etappe: Jetzt wird’s bunt
 
Heute wird’s bunt, es ist Tag 3 des Umbau’s und vieles ist schon abgeklebt. Damit die Trennlinie  gerade wird, haben wir jeweils vom Boden aus 110 cm gemessen und markiert. Dies geht natürlich auch mit einer Wasserwaage, da unser Haus etwas schräg ist haben wir darauf verzichtet. Danach wurde das Malerband in 2 Linien aufgeklebt.

Da es sich um ein kleines Zimmer handelt entschloss ich mich oben hell und unten dunkel zu malen. Wir begannen mit der hellen Farbe oberhalb. Dies aus praktischen Gründen, 1. Wenn es auf die untere Fläche tropfen sollte ist dies nicht so tragisch da man eh mit dunkler Farbe drüber malt und 2. Die helle Farbe aus den Farbrollen und Pinsel zu waschen ohne Rückstände ist etwas leichter als bei der dunklen zu beginnen.

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Nach ein paar Stunden malen, sah das Ganze dann so aus. Nun ist wieder 24h trocknen angesagt.

Es wurde zum Glück angeklebt ^^
3. Etappe: Endspurt
Am Morgen des 4. Tages haben wir als Erstes die restlichen Klebebänder abgelöst und die selbstklebende Bordüre aufgeklebt, dies geht ganz fix
 
 
Resultat: Zufrieden
Nun kamen noch viele fleissige Helfer und montierten den Kleiderschrank, halfen die Möbel wieder zu platzieren, Wandregale zu montieren, Lampen an der Wand zu befestigen und eine Bilderleiste für die gute Nacht Bücher. Zudem wurden Dekoelemente angebracht und unter dem dunklen Bett LED-Leisten montiert.
Die Kommode hat auch ihren Platz gefunden, die Rutsche steht nun nicht mehr mitten im Raum.
Das Bett fällt dank farbiger LED-Beleuchtung auf und bietet viel Stauraum.
Dank der Umgestaltung hat es endlich genug Platz für Spielsachen und Bücher.
Die Bilderleiste dient als Aufbewahrung für gute Nacht Bücher.
Der neue Schrank bietet viel Stauraum bei geringem Platzverbrauch.
In der Mitte des Zimmer’s ist neu ein grosser Platz frei zum Spielen und Toben.
Viel Platz zum Verweilen.
Regale und Schubladen bieten Platz für die vielen Kleider.

Die Enthüllung des Zimmers wurde durch Augenbinde spannender gemacht 😉 Und siehe da, Tochter flippte förmlich aus und ich bin nun die beste Mama der Welt (war ich auch schon vorher, aber jetzt noch mehr). Sie hat sich wirklich dolle gefreut und bekam diese glänzenden Kinderaugen. Auch wenn das Weihnachtsgeschenk nun ein paar Tage früher angekommen ist, es ist ein nachhaltiges an welchem sie sicher mehr Freude hat, als an einem neuen Stück Plastik.

Wie findet ihr das neue Zimmer? Wie oft musstet ihr das Kinderzimmer schon umbauen? ^^
Ich freue mich über Kommentare und Anregungen.
Eure flowery

 

 

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